Donnerstag, 1. November 2018

Für dich

Du
Du bist die Hoffnung für mich,
die Sonne, die schwarze Wolken vertreibt.
Du bist im Dunkeln mein hellstes Licht,
das Glühwürmchen, das immer bleibt.

Du sagst Dinge, die mich tief berühren,
die mich erreichen und mich tragen.
Du öffnest für mich all die Türen,
die einst doch noch verschlossen waren.

Ich
Ich treibe verloren im Meer,
Wasser dringt in meine Kehle.
Das Leben legt sich steif und schwer
auf meine kranke, durchlöcherte Seele.

Ich schreie um Hilfe, die Luft wird knapp,
Wellen reißen mich entzwei.
Regen prasselt auf mich hinab,
ich denke schon, es ist vorbei.

Du
Du schipperst in weiter Ferne,
die Fahne gehisst, vom Winde geführt,
nimmst mich zu dir, gibst mir Schutz und Wärme
und sagst, dass es bald besser wird.

Du bist der Weg, den ich gehen will,
bist der Funke, der mich leitet.
Du stellst dich vor mich, bevor ich still
in den dunklen Abgrund gleite.

Ich
Ich fühle mich geborgen,
wenn du an meiner Seite stehst,
denn all meine Zweifel und all diese Sorgen
sind so viel kleiner, wenn du neben mir gehst.

Ich sehe Hoffnung und Sicherheit,
Glück und auch Zuversicht in deinen Augen,
du gibst mir, auch in der qualvollsten Zeit
den Mut, an ein glückliches Leben zu glauben.

Du
Du liegst so falsch, wenn du denkst,
dass ich auch ohne dich sein kann
und, obwohl du mich auswendig kennst,
dass ich dich nicht brauche, ein Leben lang.

Du bist meine Heimat, die mich fängt,
reichst mir die Hand, wenn ich nichts sehe.
Du bist die Richtung, die mich lenkt,
du bist die Formel, die ich verstehe.

Ich
Ich kämpfe mit dieser Angst,
sie spielt Klavier in meiner Brust,
denn was, wenn du von mir verlangst,
dass ich mich von dir trennen muss?

Lerne, dein Leben so zu führen,
dass du dir selbst vertraust und dich liebst“.
Doch wie soll ich mir selbst genügen,
wenn du der Grund meiner Hoffnung bist?

Du
Du bist der Teil meines Lebens,
der mir zeigt, dass sich Kämpfen lohnt
und alle Worte sind vergebens
denen Abschied innewohnt.

Manchmal trennen sich die Wege,
manchmal ändert sich die Sicht,
doch niemals verliere ich den Willen,
dass deine nicht mit meiner bricht.

Ich
Ich kann sehr gut verstehen,
dass ich Verantwortung dafür trage,
immer jenen Weg zu gehen,
für den ich mich selbst entschieden habe.

Und diesen werde ich auch bestreiten,
meine Entscheidung ist gefällt,
denn du bist, auch in schweren Zeiten,
das, was mich am Leben hält.

Du
Du scheinst ein naives Kind,
wenn ich dir sage, wie toll du bist,
und die Zeit, die schnell verrinnt,
ist Zeit, die dennoch nie vergisst,

dass du jede Sekunde Bedeutung hast,
kein kleiner Tropfen meiner Welt,
sondern der Tsunami, der in sie passt
und sie stets zusammenhält.

Ich
Ich wünsche mir so sehr,
dass ich dir etwas zurückgeben kann.
Dass ich kein Tropfen in dem Meer,
sondern eine Welle sein kann.

Keine, die dich ins Strudeln bringt,
die dich aufhält oder bremst,
sondern eine, die dich zwingt
zu schwimmen, bevor du untergehst.

Wir
Wir können vieles sein,
doch eins hab‘ ich entschieden:
Ich kann mein Leben nicht allein,
sondern nur mit dir zusammen lieben.