Dienstag, 4. September 2018

Ein Gedicht - Zusammen ist man weniger allein

Ich lausche der Stille, auf allen Frequenzen,
die Stimmen, sie flüstern ganz leise zu mir:
Du stehst vor deinen eigenen Grenzen,
sie sind so hoch, ihr Ende liegt weit über dir.

Voller Verzweiflung, dein Blick ganz verschwommen,
deine blau-grünen Augen von Tränen getrübt.
Dir wurde all deine Hoffnung genommen,
hast dich doch vorher so sehr bemüht.

Wenn deine Brücke niederbrennt,
dann fällst du nicht allein.
Auch wenn niemand löschen kann,
werden wir immer bei dir sein.
Wie weit wir auch fallen, wie tief wir auch sinken,
wir werden kämpfen und auch siegen.
Anstatt zusammen im Meer zu ertrinken,
lernen wir schwimmen – oder fliegen.

Du hast uns gesucht und nicht gefunden,
Wo muss ich hin? Wo können sie sein?‘
Doch eigentlich waren wir nie verschwunden,
du bist vielleicht einsam, doch niemals allein.

Ein Treffen, eine Nachricht, stille Gedanken
können dich nicht retten oder befreien.
Wir können nicht zusammen erkranken,
doch immerhin zusammen weinen.

Wenn deine Brücke niederbrennt,
dann fällst du nicht allein.
Auch wenn niemand löschen kann
werden wir immer bei dir sein.
Wie weit wir auch fallen, wie tief wir auch sinken,
wir werden kämpfen und auch siegen.
Anstatt zusammen im Meer zu ertrinken,
lernen wir schwimmen – oder fliegen.

Aus Angst, wir hätten dich verlassen,
ranntest du los, der Lärm ließ dich taub.
Du gingst durch fremde Städte und Gassen,
nichts war dir nah, nichts war vertraut.

Zu viele Gefühle, die Sicht war nicht klar,
ein schwarz-grauer Schleier umhüllte dein Gesicht.
Das, was wirklich schwerfiel, war
zu unterscheiden, was du hattest – und was nicht.

Wenn deine Brücke niederbrennt,
dann fällst du nicht allein.
Auch wenn niemand löschen kann
werden wir immer bei dir sein.
Wie weit wir auch fallen, wie tief wir auch sinken,
wir werden kämpfen und auch siegen.
Anstatt zusammen im Meer zu ertrinken,
lernen wir schwimmen – oder fliegen.

Eine Leere wird bleiben, sie ist nun mal da,
doch sie ist kleiner, als du denkst.
Nicht, dass dir etwas fehlt, ist die Gefahr,
sondern dass du das andere verdrängst.

Drum bleibe bedacht und denk‘ immer daran,
dass du nicht allein oder hilflos bist.
Und so sorge dafür, dein Leben lang,
dass du das niemals wieder vergisst.“

Kommentare:

  1. Hallo,

    so schön formuliert, danke für diesen schönen Gedanken!

    R.

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    1. Danke für das schöne Kompliment, das freut mich sehr! :-)

      Lieben Gruß
      Madeline

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