Freitag, 22. Dezember 2017

Eine Weihnachtsgeschichte

Das Jahr vergeht, die Zeit verrinnt,
die Straßen sind verschneit,
bald die Weihnachtszeit beginnt
und ich bin nicht bereit.

Erinnerung vom Schnee bedeckt
und doch so brennend heiß,
was das Jahr auch so versteckt,
Schwarz scheint durch das Weiß.

Hab viel gesehen und viel versäumt
und doch auch viel geschafft,
jetzt liegt die Welt, wie hingeträumt,
ein Schein, der Wahrheit dehnbar macht.

Weihnachten, wie auferlegt,
mit Werten rein und klar,
doch was nach Glück und Frieden strebt,
wird selten wunderbar.

Montag, 9. Oktober 2017

Der internationale Tag der seelischen Gesundheit 2017

Heute, am 10. Oktober 2017, ist Welttag der geistigen Gesundheit. Für viele ein Tag wie jeder andere, für mich eine Erinnerung.

Dass mentale Gesundheit und psychische Erkrankungen zu einem Diskurs geworden sind, der nicht mehr nur gemieden wird, ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Zahlreiche Artikel und Beiträge der letzten Monate stellten heraus, dass psychische Krankheiten immer häufiger die Ursache für Arbeitsunfähigkeitsmeldungen und Beratungsbesuche beim Arzt sind. Es ist mitunter erschreckend, wie viele Menschen heutzutage mit eben solchen mentalen Problemen zu tun haben, die den Alltag und die Lebensqualität massiv beeinträchtigen. Ein Thema, das gesellschaftlich mehr als aktuell und relevant ist.

Dienstag, 19. September 2017

Depressionen: Die besten Blogs 2017

In einem Beitrag hat MyTherapy Learning to live: Depressionen – Leben will gelernt sein zu einem der besten Blogs 2017 zum Thema Depressionen gekürt. Nun sitze ich hier, mit rotem Party-Hütchen und bunter Tröte, und begreife, dass es Menschen geben muss, die Bedeutung in meinen Worten finden. Das ist, so sage ich mir, ja gar nicht mal so übel. 
 

Veränderungen sind manchmal notwendig - "Learning to live" als neuer Blogname

Wie sich unschwer erkennen lässt, sieht hier auf einmal alles ziemlich anders aus. Ich habe mich innerhalb der letzten Tage und Wochen für ein paar Veränderungen entschieden - zumindest in Hinsicht auf diesen Blog. Die wichtigste zuerst:

"Lebenssatt" hat einen neuen Namen!

Ja, mir ist durchaus bewusst, dass es bessere Einfälle gibt, als den Namen eines bestehenden Blogs zu ändern. Und doch fühlte sich „Lebenssatt“ immer mehr wie eine Zwangsjacke an, die dem Blog sowohl thematisch als auch gefühlsmäßig einen nicht gewollten Stempel aufsetzt – und dieser hat mit der Zeit ordentlich angefangen zu jucken. Oder anders gesagt: „Ich kann so nicht arbeiten!“ :-P

Nach reichlich Überlegungen habe ich mich also für einen neuen Namen mit neuer Domain entschieden:

Learning to live!

Learning to live beschreibt eigentlich genau das, was ich und sicher auch viele andere Betroffene versuchen zu tun: Wieder zu leben bzw. aktiv am Leben teilzunehmen. Und „zu leben“ ist doch so komplex, dass es sich nach unendlich vielen Möglichkeiten anfühlt, sich auf dieser Plattform thematisch damit zu beschäftigen. Das bedeutet auch, dass sich inhaltlich Raum auftut, um allgemein das Thema „Mentale Gesundheit“ zu behandeln, anstatt einzig und allein beim Thema „Depression“ zu verharren. Zwar hatte ich diesen Raum an sich auch schon vorher, aber mit einem Tapetenwechsel und der richtigen Farbwahl wirkt dieser doch gleich schon viel größer! ;-)
Die alte Domain funktioniert auch immer noch, allerdings wird man automatisch zur neuen Adresse weitergeleitet. Dennoch hoffe ich, dass möglichst viele sich kurz Zeit nehmen und die Seite unter dem neuen Namen abspeichern!

Wenn ich aber schon einmal so etwas Essentielles wie den Blognamen ändere, dann gehört da definitiv noch mehr zu:

Der Blog hat ein neues Design! 

Heller, schlichter, offener, freundlicher – das war zumindest der Gedanke dahinter. Da ich aber von Design ähnlich viel Ahnung habe wie von Quantenmechanik, werde ich wahrscheinlich immer mal wieder etwas tüfteln, ausprobieren und kleine Veränderungen vornehmen, die optisch jedoch nicht mehr allzu sehr ins Gewicht fallen dürften. Eines muss ich aber loswerden: Es sieht definitiv nach weniger Arbeit aus, als es letzten Endes war! Wenn Kleinigkeiten Stunden dauern, dann kann das zu wahren Tobsuchtsanfällen führen...

Neben dem neuen Namen und dem Design, gibt es noch eine kleine Neuerung:

Es gibt ein festes Logo!

Diesen Speckstein in Herzform habe ich vor zwei Jahren von einer guten Freundin geschenkt bekommen, die ich in der Tagesklinik kennengelernt habe. Seitdem ist er immer mit am Start - höchste Zeit, dass er seinen Platz nun auch in der Blogosphäre bekommt!

Mal schauen, wie es nun weitergeht. Ich möchte u.a. gerne meine eigene Zitate-Sammlung erstellen - mit diesem fange ich an:

"The worst prison would be a closed heart." (John Paul ll)

Montag, 24. Juli 2017

Chester Bennington - Eine Offenbarung anderer Art

Chester Bennington, Linkin Park Frontman, hat sich letzte Woche erhängt. Das wissen wir inzwischen alle. Und ich bin schockiert.


Ja, ich bin schockiert. Jedoch nicht darüber, dass sich Chester Bennington das Leben genommen hat. Die Nachricht, die letzte Woche durch die ganze Medienlandschaft wanderte, machte mich betroffen und traurig. Doch die Tatsache, dass der Linkin Park Frontman sein Ende selbst wählte, schockiert mich nicht. Wieso auch? Wer einen Blick in die Biografie des Sängers wirft, dem dürfte die Überraschung schnell aus dem Gesicht weichen. Missbrauch, Alkohol, Drogen, Depressionen. Alles eng miteinander verknüpft. Chester Bennington muss ein sehr unglücklicher und schwer kranker Mensch gewesen sein. Mir tut dieser Teil seiner Geschichte sehr leid.

Mittwoch, 31. Mai 2017

Zwei Welten - Eine Entscheidung

Kerzenlicht im Untergrund
Dort oben ist eine Fläche. Ebenerdig, ohne Geröll. Solch viele Stimmen, dass der Lärm unerträglich scheint. Jede Stufe hinauf ist ein Schritt in ungewisse Welten. Das Licht wird heller und brennt in den Augen, die Menschen trampeln, die Fläche bebt. Vorsichtig betrete ich das Neuland. Die Füße haften am Boden als wären sie von Leim bedeckt. Ich werde von hinten gestoßen und falle auf schillernde Härte. Sie treten auf mich, als würde ich nicht existieren. Sie scheren sich nicht um mich. Ich bin bloß ein Abbild der Bedeutungslosigkeit. Sie scheren sich um niemanden.

Freitag, 21. April 2017

Grinsen für den guten Zweck - Kleine Dinge, große Auswirkungen

Manchmal führt auch ein kleiner Tropfen zu einer großen Welle


Gerade denke ich an einen Vortragsausschnitt von Vera F. Birkenbihl, einer bereits verstorbenen deutschen Managementtrainerin und Sachbuchautorin. In diesem YouTube-Hit erklärt sie, dass Lachen extrem gut für das Immunsystem sei und bereits nach wenigen Sekunden dafür sorgt, dass Glückshormone hervorgerufen werden. Wenn wir nun aber ärgerlich sind und aktuell so überhaupt keine Lust haben, irgendetwas witzig zu finden, dann können wir unser System austricksen, indem wir mindestens 60 Sekunden am Stück lächeln – dadurch drücken die involvierten Muskeln auf die Nerven, die dem Gehirn weitergeben, dass wir uns angeblich in diesem Moment freuen. Da ich sowieso gerade furchtbar miesepetrig in der Gegend herumsitze, scheint das zumindest einen Versuch wert zu sein.

Montag, 10. April 2017

Die Schönheit des Frühlings

Momentan überfällt mich die große Lust, zu fotografieren. Deshalb fragte ich mich letztens, ob nicht das Frühlingswetter Inspiration sein könnte. Aber wenn das so wäre, dann hätte sich die Frage bereits erübrigt. Inspiration kommt nicht, indem man nach ihr fragt. Sie kommt unaufgefordert und spontan. Wenn man aber Schwierigkeiten hat, das Schöne in den Dingen zu erkennen, dann fällt es auch schwer, sich inspirieren zu lassen.

Dienstag, 28. März 2017

Weltgesundheitstag

Am 7. April ist Weltgesundheitstag. Jedes Jahr legt die Weltgesundheitsorganisation für dieses Datum ein Thema von globaler Relevanz fest - und 2017 steht die Depression im Vordergrund.