Mittwoch, 27. April 2016

Bin ich depressiv? Und gibt es eine Trennlinie zwischen einem Stimmungstief und einer Depression?

Ich möchte mich heute mit zwei grundsätzlichen Fragen beschäftigen, die mir häufiger schon mal als Betroffene gestellt wurden und mit denen ich mich lange auseinandergesetzt habe.

Es geht um die Fragen: "Habe ich eine Depression?" und "Kann man eine Trennlinie ziehen zwischen einer Depression und einem Stimmungstief?"

Dienstag, 19. April 2016

Der Fluch mit den eigenen Ansprüchen

Es ist so weit. Der Tag ist gekommen, vor dem ich mich seit Beginn des Blogs gefürchtet habe – und dessen Erscheinen ich somit angsterfüllt erwartet und damit auch irgendwie herbeigerufen habe. Er hatte quasi gar keine Chance, sich aus der Affäre zu ziehen, weil ich so sicher wie das Amen in der Kirche mit ihm gerechnet habe. Selber schuld, ich blöde Kuh.

Montag, 18. April 2016

Grübeln - Ein unnützes Gedankenchaos

Grübeln. Das Wort an sich klingt doch eigentlich ganz putzig, oder? So harmlos. Unschuldig. Mal eben `ne Runde grübeln, schadet doch nicht. Sinnvolles Nachdenken ist doch eh viel anstrengender. Aber ich sage euch: Wenn man rund um die Uhr grübelt, dann wird das schnell zum Hasswort Nummer 1. Ich könnte brechen, wenn das Wort tänzelnd vor mir rumhüpft und frohlockend singt, wie niedlich es sich doch anhört und mir danach mit ausgestrecktem Mittelfinger auf den Kopf scheißt.

Mittwoch, 13. April 2016

Mein Leben ohne mich

Die meisten meiner depressiven Freunde verkriechen sich in schlechten Zeiten zu Hause, ziehen sich zurück, kapseln sich ab. Ich bin da anders.
Ich könnte mich jeden Tag mit Menschen treffen - wenn es denn die richtigen sind. Während andere niemanden sehen wollen, habe ich den Drang, nicht mit mir alleine zu sein. Das hört sich zunächst positiv an, bin ich der Depression dann doch nicht ganz allein ausgeliefert. Doch inzwischen erkenne ich eine Logik, die mir nicht gefällt: Sind andere Personen involviert, kann ich mich aufraffen. Geht es jedoch um mich, schaffe ich kaum etwas. Das ist schlecht, schließlich bin ich die einzige Person, bei der ich mir sicher sein kann, dass ich sie bis an mein Lebensende an der Backe habe.

Mittwoch, 6. April 2016

Können Hasen eigentlich auch depressiv sein?

Wenn ich an einen freilebenden Hasen denke, dann habe ich gleich das Bild eines glücklichen Tieres im Kopf, das in Zeitlupe und mit einem breiten Grinsen durch die sommerliche Blumenwiese hoppelt. Oder ich sehe einen auf der Landstraße liegen. Diese verkackte Depression...

Sonntag, 3. April 2016

Gestörte kommen selten allein - Das Leben mit zwei undichten Katzen

Katzen sind, wollen wir mal sagen, nicht sehr depressionstauglich. Zumindest unsere.

Meine (beste) Mitbewohnerin (der Welt) und ich besitzen zwei vierjährige Tierheimkatzen, Schnotti und Glimmer.
Schnotti heißt Schnotti, weil sie chronischen Schnupfen hat. Und ihr glaubt nicht, was für Riesenflatschen beim Niesen aus solch einem kleinen Nasenloch kommen können. Ich freue mich immer besonders, wenn sie dann und wann in meinem Gesicht landen. Das ist in der Tat noch ekeliger, als es sich anhört. (Okay, meistens gehen wir beide rechtzeitig in Sicherheit, wenn sich popeliges Unheil ankündigt, aber manchmal lässt es sich halt nicht vermeiden.)